Zwei Niederlagen, die positiv in die Zukunft blicken lassen

Die nackten Resultate des HRV-Finalevents lesen sich aus GTV-Sicht wie folgt:

 

Finale Regio-Cup U19: GTV MU17 - TV Birsfelden U17 Inter 33:37

 

M3-Finale: TV Möhlin III - GTV Basel 29:28 n.V.

 

Die Geschichten, die dahinter stehen erzählen aber eine differenziertere Geschichte. Beginnen wir mit den Junioren:

 

In der vergangenen Saison gewannen die Junioren des GTV gerade einmal 2 Spiele in der ganzen Saison. Es war die erste Saison des Trainerteams Thomas Hofstetter/Reto Häner und für viele Junioren die erste Handballsaison überhaupt. Nun, ein Jahr später haben die Junioren bereits bei 13 Siegen und dies bei noch 4 ausstehenden Partien. im Regio-Cup U19 erreichte man das Finale und traf dort auf die U17-Inter-Mannschaft des TV Birsfelden, welche nicht nur aufgrund der Tatsache, dass der GTV ohne Auswechselspieler antrat, als klarer Favorit in die Partie ging. Doch der GTV-Nachwuchs liess sich nicht abschütteln, nicht unterkriegen, schien nichts davon zu wissen, wer Favorit und wer Aussenseiter ist. Die Niederlage gegen Birsfelden mit 4 Toren ist keine, die die Jungs schmerzen darf, im Gegenteil, sie dürfen stolz auf das sein, was sie gezeigt haben und auf die Entwicklung, welche sie in dieser Saison gemacht haben. Es folgt nun der nächste Schritt: der Übergang in die U19 und die Heranführung an die erste Mannschaft, womit wir beim 2. Spiel des vergangenen Samstag sind:

 

GTV M3:

 

Das Finale um den Regionalmeistertitel stand beim GTV unter dem Motto, den jungen Spielere, welche in der Meisterschaft nicht so viel Einsatzzeit erhielten, Spielpraxis zu geben. Die arrivierten Kräfte sollten geschont und das Team auf die Aufstiegsspiele zur 2. Liga vorbereitet werden. Das Spiel begann für den GTV gut. In der Abwehr stand man kompakt und im Angriff spielte man variablen und attraktiven Handball. So erarbeitete man sich zur Pause einen 2 Tore-Vorsprung. Im 2. Durchgang agierten die Möhlemer Gastgeber noch aggressiver als in Hälfte 1, was unter anderm den verletzungsbedingten Ausfall von Routinier Boris Brugger zur Folge hatte, er verletzte sich an der Schulter, als er von seinem Gegenspieler umgerissen wurde. Positiv war, dass sich gerade die jungen Spieler nicht von der überharten Gangart der Gastgeber beeindrucken liessen. Das Spiel pendelte sich bei ausgeglichenem Spielstand ein und als es dem GTv 30 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit gelang, einen Wurf aus dem Rückraum erfolgreich abzuwehren und man mit einem Tor Vorsprung in Ballbesitz kam, schien die Messe gelesen. Schien. Denn der anschliessende Angriff wurde überhastet abgeschlossen und der Gegner kam noch einmal zu einem Angriff. Hierbei schien der GTV vom Pech verfolgt. Zwar gelang es dem Innenblock des GTV, den Wurf des Möhlemer Shooters abzublocken, doch fiel der Abpraller just dem routiniertesten Angreifer in die Hände, welcher vollkommen freistehend zum Abschluss kam und sein Team in die Verlängerung brachte.

 

Diese hatte es in sich, beide Defensivreihen standen gut und so fielen nicht viele Tore, ein entscheidendes jedoch fielkurz vor dem Ende der ersten hälfte der Verlängerung. 8 Sekunden vor dem Abpfiff erhielt Reto Häner im Gegenstoss den Ball, 3 Sekunden vor dem Ende zappelte dieser im Tor und der GTv lag mit 2 Treffern in Front. Dachten alle. Ausser die Zeitnehmer. Diese erklärten den Treffer für ungültig, weil das Tor nach Ablauf der Spielzeit gefallen sei. Somit ging der GTV mit einer 1-Tore-Führung in die letzten 5 Spielminuten. Kurz vor dem Ende gelang dem TV Möhlin per Siebenmeter der Ausgleich, da der GTV seine Chance im Angriff nicht nutzen konnte, kamen die Fricktaler noch einmal in Ballbesitz. Zwar scheiterte ihr Kreisläufer freistehend am Basler Torhüter, doch eroberte ein Spieler des Gastgebers den Abpraller und erhielt einen Siebenmeter zugesprochen. Die Uhr war heruntergelaufen, der Möhlemer Schütze blieb eiskalt und warf sein Team zum Sieg.

 

Fazit: gerade die jungen Spieler des GTV haben mit viel Herzblut gespielt und auf sich aufmerksam gemacht. Sie haben gezeigt, dass sie in den Aufstiegsspielen eine Rolle spielen können und allfällige Ausfälle (wie diesen von Boris Brugger) werden auffangen können. Zudem kehrt Torhüter Markus Urfer nach verbüsster Sperre wieder ins Team zurück, was gerade bei den älteren Spielern für zusätzliche Ruhe sorgen sollte. Der GTV freut sich auf die Aufstiegsrunde und hofft, dass viele Fans den Weg zu den 2 Heimspielen gegen die oberklassigen TV Muttenz und TV Stein ins FG finden werden.

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